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Filigran und präzise. Laura Herters figurative Zeichnungen und Malereien dokumentieren intime Momente, die um Themen wie Frausein, Mutterschaft, Kinder haben oder nicht haben kreisen. Einschneidende Erfahrungen wie Geburt, Verlust und innere Zerrissenheit, aber auch das inszenierte Mutterbild, welches heute stark durch die sozialen Medien geprägt ist, werden in ihren Werken reflektiert. Ihre Arbeiten erscheinen skizzenhaft, teils unfertig und fordern die Betrachtenden auf innezuhalten, um mit den Bildern ins Zwiegespräch zu treten und das Fehlende für sich zu ergänzen.

Laura Herter setzt sich aktiv für die Vereinbarkeit von künstlerischer Arbeit und Mutterschaft ein. Sie akzeptiert nicht, dass Künstlerinnen aufgrund ihrer Familienplanung und -gründung auf dem Kunstmarkt zurückgestuft werden. Den noch immer vorherrschenden Glaubenssatz, dass die Familiengründung die Künstlerkarriere ausbremsen soll, möchte Laura Herter aufbrechen und widerlegen.
Auf die künstlerischen Werke jener Frauen, die sich durch ihre Mutterschaft ein weiteres Arbeits- und Erfahrungsfeld zugänglich gemacht haben, darf keinesfalls verzichtet werden. Aus eigener Erfahrung weiss sie, welch ungeahnte Schöpferkraft und Inspiration die Mutterschaft mit sich bringt - ein neues Potential, das sie für ihre künstlerische Arbeit nicht missen möchte.