Jolanda Di Fede

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Jolanda Di Fede malt Menschen und Erlebtes. Allerdings ist sie nicht bestrebt, Abbilder zu schaffen und sie so realistisch wie möglich „abzumalen“, erklärt Jolanda Di Fede. Sie macht das sichtbar, was für das Auge anderer verborgen bleibt, aber für sie von Bedeutung ist. Ohne Wertung. Deshalb malt sie keine Portraits, es sind vielmehr karikaturistische Darstellungen von Menschen. Sie nimmt eine Gestik oder Handbewegung oder den Blick eines Menschen wahr und so erscheint es dann in ihren Bildern. Es geschieht von selbst. Transzendent.
Es kann dabei durchaus geschehen, ergänzt Jolanda Di Fede, rein zufällig, dass die Menschen in ihren Bildern den reellen Menschen ähneln, aber vielleicht erkennt man sich darin nur durch die Gestik, der Körperhaltung oder durch ein bestimmtes auffallendes Merkmal.

 

Ihre Malerei ist symbolisch zu verstehen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere, wie sie im Bild positioniert sind, durch eine Gestik oder den Blick, lassen dann überhaupt erst ein ganzes Bild entstehen. Gleichzeitig entsteht dadurch eine Dynamik, die den Beobachter dazu verführt, das Bild genauer zu betrachten. Die spontane, oft aber auch dominante Präsenz einzelner Farben haben eine zusätzliche narrative Funktion, einerseits den Beobachter ins Bild locken und dann die verschiedensten Reaktionen und Assoziationen auslösen.


In manch ihren Arbeiten benutzt sie als Ausgangslage einfache abstrakte Formen, Farben und Leuchtkraft oder Design, um etwas Gesamtes auszudrücken. Teilweise fragmentiert, führt sie so den Betrachter in eine andere Wahrnehmungsstufe und bietet die Möglichkeit, in eine andere Fantasiewelt zu reisen, überlässt aber die Interpretation dem Beobachter. Ob plakativ oder eher expressiver, die Botschaften in ihren Bildern können subtil und delikat sein, aber
auch ziemlich direkt und aggressiv. Berührend und aufrüttelnd.


Jolanda Di Fede bietet dem Betrachter die Möglichkeit, sich mit verschiedenen menschlichen, manchmal auch schwierigen Themen auseinanderzusetzen. Wenn man sich einem Thema zuwendet, verarbeitet man es auch gleichzeitig. Transformation.


„Wenn ich es also schaffe mit meiner Malerei so viele Menschen wie möglich zu berühren, um der manchmal schroffen, dunklen und einer grossen Notlage-Industrie für verunsicherte Menschen, mit einer Welt der neuen Hoffnung entgegenzustellen, dann habe ich mein Ziel erreicht“, so Jolanda Di Fede. Mystisch und heilend


Jolanda Di Fede lebt und arbeitet in Zürich.